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Rat für Nachhaltige Entwicklung und Leopoldina zeigen Wege zur Klimaneutralität

RENN West

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Rat für Nachhaltige Entwicklung legen mit dem gemeinsamen Positionspapier „Klimaneutralität – Optionen für eine ambitionierte Weichenstellung und Umsetzung“ 14 Handlungsoptionen für die erforderlichen Veränderungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft vor, die angesichts der großen Dringlichkeit und der historischen Dimension der vor uns liegenden Transformation erforderlich sind. 

„Für eine echte Transformation ist eine ganz andere Dimension des Handelns nötig. Zur Erreichung von Klimaneutralität ist es notwendig, fundamental umzusteuern“, so Dr. Werner Schnappauf, Vorsitzender des RNE in der gemeinsamen Pressemitteilung des RNE und der Leopoldina. Das menschliche Handeln destabilisiere das Erdsystem auf eine Weise, welche die Existenz und die Chancen der heutigen und der kommenden Generationen sowie die Vielfalt des Lebens auf der Erde bedrohe. Die notwendige Transformation zur Klimaneutralität könne nur in Zusammenarbeit zwischen Staaten, Wirtschaft und Gesellschaft gelingen. Zudem sei systemisches Handeln zwingend notwendig, fordern die Autor*innen im Positionspapier.  

14 Handlungsoptionen für eine ambitionierte Weichenstellung  

Die kommende Legislaturperiode müsse nun genutzt werden, um die entscheidenden Weichen für eine nachhaltige Zukunft zu stellen. Dazu brauche es unter anderem neben einem CO₂-Emissionshandel als Leitinstrument eine breite Mobilisierung privaten Kapitals. Vor diesem Hintergrund legen der RNE und die Leopoldina gemeinsame Handlungsoptionen für politische Entscheidungsträger*innen vor. Das Positionspapier wurde auf der 20. RNE-Jahreskonferenz vorgestellt und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel überreicht. Die 14 Kernbotschaften umfassen:  

  1. Starke Allianzen und globale Partnerschaften vorantreiben 

  1. Den European Green Deal und das neue Klimaziel in den gesamten Rechtsrahmen einweben 

  1. So viel Markt wie möglich zulassen, so viel Regulierung wie nötig einsetzen 

  1. Akzeptanz schaffen und das Engagement von Bürger*innen sowie Kommunen für Klimaneutralität fördern  

  1. Strukturwandel sozial ausgewogen gestalten und globale „Just Transition“ stärken 

  1. Restrukturierung und Umbau des Energiesystems forcieren 

  1. Transformativen Wandel der Industrie beschleunigen 

  1. Transformativen Wandel bei Mobilität, Gebäuden und Landnutzung vorantreiben 

  1. Investitionspfade zur Realisierung des Pariser Übereinkommens definieren 

  1. Wettbewerbsfähigkeit der Industrie mit klimafreundlichen Innovationsmärkten stärken 

  1. Übergang zu einer klimafreundlichen Circular Economy einleiten 

  1. Vorausschauende Investitionen in Infrastruktur der Zukunft deutlich beschleunigen 

  1. Bildung, Forschung und Entwicklung richtig positionieren 

  1. Innovative Finanzierungslösungen für eine transformative Klimastrategie umsetzen 

Das ausführliche Positionspapier „Klimaneutralität – Optionen für eine ambitionierte Weichenstellung und Umsetzung“ der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und des Rates für Nachhaltige Entwicklung kann hier eingesehen werden. Die gemeinsame Pressemitteilung ist hier verlinkt.  

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