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Bündnis für Mehrweg startet mit vier Bremer Wäschereien Kampagne für Pfand-Schutzhüllen und Mehrwegtaschen

RENN.nord

Ein Zeichen gegen die Plastikflut setzen ab sofort die Textilreinigungen Strothoff in der Bremer Neustadt, Kamman im Service Center am Brill sowie in Findorff, ¼-Reinigung & Änderungsschneiderei im Bremer Viertel und Waschbär in der Innenstadt. Unterstützt durch das Bündnis für Mehrweg und den BUND Landesverband Bremen e.V. erproben sie Mehrwegsysteme zur Vermeidung von Kunststoffverpackungen und bieten ihren Kundinnen und Kunden künftig Mehrweglösungen wie Transportaschen oder Schutzhüllen für ihre Wäsche an.

Antje Baum vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Bremen hat bereits gastronomische Betriebe bei der Einführung von Mehrweg-Lösungen in Ergänzung zu oder als Ersatz für Einwegverpackung beraten. Nun begleitet sie zusammen mit dem Bündnis für Mehrweg eine weitere Branche auf dem Weg zum nachhaltigen Umgang mit Kunststoffverpackungen. „Wir zeigen Vorteile der Nutzung von Mehrwegsystemen auf und unterstützen Textilreinigungen bei der Materialumstellung sowie der Beratung den Kundinnen und Kunden“, erklärte sie anlässlich des Kampagnenstarts. Angesichts eines Gesamtverbrauchs von zwei Milliarden Plastiktüten pro Jahr allein in Deutschland (gesamter Einzelhandel, Stand 2019, Quelle Umweltbundesamt) ist sie überzeugt, dass die Bremerinnen und Bremer diese Dienstleistung gut annehmen werden.

Als erster Kunde hat Dr. Mathias Grabs seine Oberhemden in der Mehrwegtasche abgegeben. Der Mitarbeiter des Bremer Umweltressorts, welches das Bündnis für Mehrweg im Jahr 2020 mit initiiert hat, begrüßt das neue Angebot: „Die Kampagne ist absolut vorbildlich, um unnötigen Plastikmüll im Alltag zu vermeiden. Ich hoffe sehr, dass sich schnell noch viel mehr Firmen dieser Idee anschließen, um den Kunststoffverbrauch in besonders materialintensiven Branchen nachhaltig zu senken.“

Dem Bündnis beitreten können Unternehmen, die eine Strategie zur Reduzierung von Einwegprodukten vorweisen können, die bereits Maßnahmen zum Verzicht auf Einwegprodukte bzw. -produktgruppen umgesetzt haben und Mehrweglösungen zum Beispiel durch Preisdifferenz unterstützen oder an Aktionen teilnehmen, die zur Reduzierung von Kunststoffen in der Umwelt beitragen. Bündnispartner können in Verbindung mit der Umsetzung weiterer Maßnahmen Mitglied in der „Partnerschaft Umwelt Unternehmen“ werden.

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