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Rückblick: Jahrestagung RENN.nord in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern

„Die sind nicht digital, die müssen wühlen!“

Vom 15. bis 17. September tagten in Deutschlands größter Feldsteinscheune in Bollewick insgesamt 220 Gäste rund um das Thema „Smarte Dörfer im Garten der Metropolen – Enkeltaugliche Dörfer als Schlüssel für die Zukunft in Stadt und Land“. Zu dieser Veranstaltung eingeladen hatten die Stiftung Akademie Nachhaltige Entwicklung (ANE) MV und RENN.nord.

Am Mittwoch startete die Konferenz mit thematisch breit gefächerten Kurzvorträgen über Lösungsansätze für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Gesellschaft. Verschiedenste Gesichter der Transformation wurden sichtbar und berührten die Teilnehmenden. So sprach Schafhalter Oliver Barf aus Vorpommern über seinen Umgang mit dem Wolf, Toralf Schnell von der Universität Greifswald zeigte einen Ansatz zur Digitalisierung ärztlicher Versorgung, der auf dem Land umsetzbar ist. Die abendliche Podiumsdiskussion der Spitzenkandidat*innen der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern brachte die Standpunkte der Parteien zum ländlichen Raum und seiner besonderen Rolle in der Bewältigung der Klimakrise zum Ausdruck.

„Während gesellschaftliche Ängste häufig zum Stillhalten führen, ist die aktuelle Dringlichkeit der Klimakrise eine Situation, die ein Aufbrechen und Handeln unumgänglich macht.“

fasste Tom Maercker, Teilnehmer aus Rostock, zusammen und brachte so die ermutigende Ausstrahlung der Veranstaltung auf den Punkt.
Am Donnerstagvormittag lud Helmut Solf aus Karbow Interessierte auf seinen Betrieb mit Freilandschweinen ein, um Landwirtschaft in der Praxis zu erleben. Eine Hanffarm in Melz sowie ein Milchviehbetrieb mit modernster Präzisionstechnik stellten sich ebenfalls vor und sorgten für Diskussionsstoff. Am Freitagvormittag fand ein Abschlussworkshop in kleinerer Runde statt, in dem das Erlebte festgehalten und in gemeinsame Verabredungen für Zukünftiges überführt wurde.

Vegan lebende Menschen trafen auf Landwirt*innen, ländliche Bürgermeister*innen auf Fridays for Future. Stadt und Land traten in einen Austausch miteinander auf Augenhöhe, und es sprachen auch gesellschaftliche Gruppen miteinander, die sonst eher wenige gemeinsame Berührungspunkte haben. So leistete die Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur Überwindung von Hürden bei der gesellschaftlichen Transformation und setzte somit den Kurs für die Arbeit in den kommenden Jahren.

 

Spannende Einblicke bietet dieser Kurzfilm, produziert vom MV1.

 

Einzelne Vorträge sowie die Podiumsdiskussion finden Sie hier:

Regionale Wertschöpfung im Dorf und rundherum

Dörfer zwischen Ökosystemleistungen, Biodiversität und Wirtschaft

Elemente neuer Sozialstrukturen im Dorf, in der Stadt und zwischen beiden

Podiumsdiskussion der Landtagskandidat:innen zum Thema "Zukunft in MV"

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