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N_Denk_mal: Verblüht und ausgesummt? Mit Strategie gegen das Insektensterben

Bonn RENN West
Foto by freestockgallery.de

Innerhalb von 27 Jahren (1989 bis 2016) ist die Masse an Fluginsekten in Nordrhein-Westfalen um 76 % zurückgegangen. Mit dieser Aussage sorgte im letzten Jahr eine Studie der Universität Maastricht für Aufruhr, die unter anderem auf Grundlage der langjährigen Arbeit des Entomologischen Vereins Krefeld erstellt wurde. Der Verlust der Artenvielfalt hat durch diese Studie noch einmal mehr Aufmerksamkeit in der öffentlichen Debatte bekommen. In NRW gelten laut Roter Liste mittlerweile 45% der heimischen Arten als gefährdet.

Die ökologischen Folgen des rasanten Insektensterbens sind kaum abzuschätzen. Eine bereits sichtbare Folge ist der dramatische Rückgang von Vogelpopulationen in Deutschland. Daneben sind die bestäubenden Insekten von immenser Bedeutung für die Landwirtschaft. Die wirtschaftliche Leistung der Bestäubung durch die Insekten wird laut einer Studie vom Nationalen Institut für Agrarforschung (INRA), dem französischen Forschungsinstitut CRNS und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) weltweit auf über 150 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

In der Agenda 2030 wird der Verlust der Artenvielfalt mit dem globalen Entwicklungsziel (Sustainable Development Goal) Nr. 15 adressiert, welches sich auf den Schutz, die Wiederherstellung und Förderung einer nachhaltigen Nutzung der terrestrischen Ökosysteme bezieht. Mit diesem Ziel verpflichtet sich die Staatengemeinschaft zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung von Wäldern, der Bekämpfung der Wüstenbildung, dem Einhalt und der Umkehrung der Bodendegradation sowie dem Aufhalten des Verlustes der Artenvielfalt.

Der Handlungsdruck gegen das Artensterben wird von der Bundesregierung in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie als zentrale Herausforderung benannt. Auch gibt es bereits seit vielen Jahren Instrumente zur Bekämpfung des Artensterbens auf allen Ebenen: Die nationale Strategie zur biologischen Vielfalt ist seit 2007 in Kraft. Auch NRW verfolgt eine Biodiversitätsstrategie. Wie thematisieren diese Strategien das Insektensterben? Ebenso begegnen Kommunen und Zivilgesellschaft der Herausforderung des Insektensterbens mit eigenen Initiativen und Projekten. Was wird bereits getan und was muss nun passieren, um das Aussterben der Fluginsekten zu verhindern? Wie funktioniert das Zusammenspiel verschiedener Akteure auf internationaler, EU-, Bundes-, Landes-, kommunaler Ebene sowie zivilen Akteuren bei den Strategien zum Artenschutz?

Diese Fragen möchten wir gerne mit Ihnen und ExpertInnen aus Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft diskutieren und Ideen zur Weiterentwicklung der bestehenden Strategien gegen das Insektensterben auf allen Ebenen erörtern.

 

Wir bitten um Anmeldung bis zum 23. Mai 2018 unter: west@renn-netzwerk.de


Bonner Initiativen stellen sich vor! Machen Sie mit beim Markt der Möglichkeiten!
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion haben lokale Initiativen und Vereine zum Thema Biodiversität und Insektensterben die Möglichkeit sich vorzustellen. Bei Getränken und Snacks können sich hierbei die TeilnehmerInnen zu den Initiativen informieren und vernetzen.


Melden Sie Ihren Verein/Ihre Initiative per Mail für einen Stand an bis zum 23. Mai 2018 unter: SDG-Tage@bonn.de
Die Plätze sind begrenzt. Eine schnelle Anmeldung lohnt sich!

Hier finden Sie das aktuelle Programm für die Veranstaltung.

 

 

Ort der Veranstaltung

Haus der Bildung, großer Saal

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