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Die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen

Ausgehend von der europäischen Nachhaltigkeitsstrategie hat die hessische Landesregierung im Jahr 2008 die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen ins Leben gerufen. Sie dient als Plattform für Akteure aus Gesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, die gemeinsam an neuen Lösungen und innovativen Ideen für ein nachhaltiges Hessen arbeiten. 2008 wurden für neun Themenfelder Ziele und Indikatoren festgelegt und die ersten Projekte auf den Weg gebracht. 2018 wurde ein neues Indikatoren-Set entwickelt und verabschiedet. Viele Projekte der Nachhaltigkeitsstrategie sind erfolgreich abgeschlossen worden und haben die nachhaltige Entwicklung Hessens aktiv vorangetrieben.

Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums der Hessischen Nachhaltigkeitsstrategie wurde der erste Peer Review einer Länderstrategie durchgeführt. In ihrem Bericht beschrieben sechs Expertinnen und Experten unter Leitung von Prof. Dr. Günther Bachmann die HNHS auf ihre Stärken, aktuelle sowie zukünftige Herausforderungen und setzen Hessen in den globalen Kontext. Hieraus ergaben sich zwölf konkrete Handlungsempfehlungen. Unter anderem Stärkung und Verstetigung von BNE. Diese Empfehlungen fließen seither kontinuierlich in die Umsetzung und Weiterentwicklung ein.

Struktur

Seit 2019 bildet das Hessische Bündnis für Nachhaltigkeit (HBN) das zentrale Entscheidungsgremium der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen. Das HBN löst die Hessische Nachhaltigkeitskonferenz, auf Basis einer Empfehlung des Peer Reviews, ab. Hier diskutieren Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft über Schwerpunkte und Ausrichtung der Strategie und definieren Ziele für die weitere Arbeit. Die Nachhaltigkeitskonferenz tagt einmal im Jahr unter Vorsitz des Ministerpräsidenten sowie der Umweltministerin.

In Ergänzung zum HBN gibt es seit 2019 das Nachhaltigkeitsforum als Beratungsgremium mit Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern. Steuerungskreise gestalten die von der Konferenz beschlossenen Schwerpunktthemen konkret und unterstützen die angestoßenen Maßnahmen und Aktivitäten bei der Umsetzung. Der gesamte Prozess wird von der Geschäftsstelle Nachhaltigkeitsstrategie koordiniert und begleitet. Sie ist im Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz angesiedelt. 

Ein Organigramm zur Grundstruktur der Gremien der Nachhaltigkeitsstrategie finden Sie hier.

Handlungsfelder und Schwerpunktthemen

Seit Juli 2014 arbeiten die Steuerungskreise zu den Schwerpunktthemen Biologische Vielfalt, Nachhaltiger Konsum und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Im Sommer 2015 hat ein weiterer Steuerungskreis seine Arbeit aufgenommen: Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Seit 2019 gibt es einen Steuerungskreis zur Entwicklung des Leitbilds, der vsl. 2020 mit einem neuen Leitbild der Hessischen Strategie abgeschlossen werden kann.

Der Steuerungskreis zum Thema BNE ist inzwischen in Form eines Runden Tisches verstetigt worden. Innerhalb der Steuerungskreise und des Runden Tisches gibt es Arbeitsgruppen, die sich auf spezifische Unterthemen fokussieren, um die inhaltliche Weiterentwicklung der Themen zu intensivieren.

Weitere Steuerungskreise zu verschiedenen Themen wurden in den vergangenen Jahren ebenfalls bearbeitet und abgeschlossen, bspw. der Steuerungskreis „Nachhaltige Lebensstile“. 

Projekte und Aktivitäten

Um in der Öffentlichkeit das Thema Nachhaltigkeit sichtbar zu machen und BürgerInnen für nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren, gibt es regelmäßige Veranstaltungen und Aktionen wie z.B. die Kampagne „Wildes Hessen?! – Mehr Vielfalt im Garten, Dorf und Stadt“, den alle zwei Jahre stattfindenden Hessischen Tag der Nachhaltigkeit und Aktionen im Rahmen des Hessentages. Außerdem wurde die Hessische Bildungsinitiative Nachhaltigkeit ins Leben gerufen, um junge Menschen dabei zu unterstützen, weltoffen Wissen aufzubauen und vorausschauend zu denken. Von Unterrichtseinheiten zum Thema Klimaschutz bis hin zur Einführung von Schuljahren der Nachhaltigkeit an Grundschulen werden hier innovative Bildungsangebote gebündelt und in die Fläche gebracht. Im Rahmen der Initiative sind zudem die regionalen Netzwerke zur Förderung der BNE entstanden.

Hier gibt es weiterführende Informationen.
 

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