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Projekt Nachhaltigkeit 2022 - Transformationsprojekte stehen fest

Von Energie bis Schokolade - vier Projekte erhalten Nachhaltigkeitspreis dotiert mit je 10.000 Euro

Berlin, 24. November 2022 - In der „Kategorie Zukunft“ werden die höchst dotierten Preise des „Wettbewerbs für Zukunftsgestaltung mit Leidenschaft" Projekt Nachhaltigkeit vergeben. Nun stehen die Preisträger*innen dieser Kategorie fest. Die offizielle Auszeichnung durch Dr. Werner Schnappauf, Vorsitzender Rat für Nachhaltige Entwicklung, erfolgte im Rahmen der RENN.tage, die am 24. und 25. November im Tagungswerk Berlin stattfanden. Die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) haben in Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) in den vergangenen Wochen bereits 16 lokale Projekte sowie fünf Fotos ausgezeichnet. Nun folgten die mit je 10.000 Euro dotierten Auszeichnungen der Transformationsprojekte, welche beispielhaft für den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Wandel stehen und deren Vorreiterrolle deutlich sichtbar ist.

Der Wettbewerb Projekt Nachhaltigkeit fand in diesem Jahr erstmalig unter dem Dach des neuen Gemeinschaftswerks Nachhaltigkeit statt. Auszeichnungen in der Kategorie Zukunft konnten sich Projekte aus den Bereichen erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft, nachhaltiges Bauen und fairer Handel sichern.

Die Preisträgerprojekte im Überblick

Die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien im Strommix hängt von Sonne und Wind ab. Die Firma Endeema bietet eine Energy Demand Management Software, die den Energieverbrauch einer Produktionsanlage mit der Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien in Stromnetzen abgleicht. Die Software gibt Empfehlungen und automatisierte Antworten, um den Produktionsplan des Unternehmens anzupassen, um im Idealfall mit 100% erneuerbaren Energien produzieren zu können.

fairafric ist ein deutsch-ghanaisches Social Business, welches als erstes europäisches Unternehmen, vom Kakaobaum bis zur fertig verpackten Tafel, klimaneutrale Bio-Schokolade in Ghana produziert und so die Wirtschaft in Afrika stärkt. Die Mitarbeiter*innen in der Fabrik verdienen ein vielfaches des ghanaischen Mindestlohns und sind renten- und krankenversichert. Die  Rohstoffe entlang der Lieferkette werden möglichst lokal bezogen, um den größten Teil der Wertschöpfung in Afrika zu generieren.

Madaster - das Materialkataster - schlüsselt auf, welche Materialien und Bauteile wo, wie und zu welchen Mengen in einem Gebäude verbaut wurden und in Zukunft zur Wiederverwendung  und Wiederverwertung zur Verfügung stehen. Die auf der Plattform widergespiegelten Daten liefern darüber hinaus eine Übersicht über deren Zirkularität, Auswirkungen auf die Umwelt und finanziellen Restwert. Durch die Dokumentation der Gebäude dient Madaster als Unterstützung bei der Transformation von einer linearen in eine kreislaufgerechte (Bau-)Wirtschaft und bildet einen wichtigen Bestandteil zum Erreichen der Klimaziele 2050 und dem damit verbundenen Klimaschutz.

Einem natürlichen Dämmstoff aus dem Meer möchte der Seegrashandel zum  Durchbruch verhelfen: Seegras wird in großen Mengen regelmäßig an die Ufer der Ostsee gespült, beides wird
in Deutschland bis heute fast ausschließlich als störend betrachtet und muss heute aufwendig teilweise als Sondermüll entsorgt werden. Seegras ist aber kein Müll, sondern ein wertvoller Rohstoff mit tollen Eigenschaften: brennt nicht, ist resistent gegen Schimmel und Schädlinge, hat gute Dämmeigenschaften und eine sehr gute Ökobilanz. Ist Seegras erstmal verbaut, kann es über viele Jahre CO2 speichern.

Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten

finden Sie auf der Website des Projekt Nachhaltigkeit. Hier können Sie auch die Interviews mit den Preisträger*innen nachlesen.

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